Cord & Jeans

Cord und Jeansstoffe für Hosen, Röcke, Jacken und Taschen. Ohne Elasthan dehnen sich beide praktisch nicht – genau das gibt diesen Schnitten ihren Stand.

Cord hat seine charakteristischen Längsrippen durch eine Webtechnik mit zusätzlichen Florfäden – fein- bis breitrippig, je feiner die Rippe, desto weicher meist der Griff. Jeansstoff (Denim) ist köpergewebt, meist aus Baumwolle, erkennbar am typischen Diagonal-Grat; je nach Qualität mit oder ohne Elasthan-Anteil für Stretch-Komfort (siehe Produktseite).

Pflege: Baumwollbasiert, meist bei 30–40 °C waschbar – den genauen Wert immer auf der Produktseite prüfen, da er je nach Ausrüstung und Farbe abweicht. Dunkle und indigogefärbte Jeansstoffe bluten in den ersten Wäschen häufig etwas aus; separat und auf links waschen beugt Flecken auf hellerer Wäsche vor.

Verarbeitung: Für festen Denim und kräftigen Cord eignet sich eine Jeansnadel mit verstärktem Schaft. Nähe langsam und wähle bei dicken Stofflagen eine etwas grössere Stichlänge. Stockt die Maschine an einer dicken Quernaht, hilft ein Höhenausgleich – umgangssprachlich auch «Hebamme» genannt. Dieses kleine Kunststoffplättchen wird kurz vor oder hinter den Nähfuss gelegt und hält ihn waagrecht, bis die dicke Stelle übernäht ist. So kann der Stoff gleichmässig weitertransportiert werden.

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Häufige Fragen

Wie schneide ich Cord in der richtigen Strichrichtung zu?

Streiche mit der Hand längs über den Cord: Fühlt er sich glatt an, streichst du mit dem Strich. Spürst du Widerstand und der Flor stellt sich auf, streichst du gegen den Strich. Lege alle sichtbaren Schnittteile in dieselbe Richtung und drehe einzelne Teile nicht um 180 Grad, sonst wirken sie später je nach Lichteinfall unterschiedlich hell. Beachte deshalb den Zuschneideplan für Stoffe mit Strichrichtung und rechne gegebenenfalls mit etwas mehr Stoffverbrauch. Bei Hosen sollte der Strich vom Bund zum Saum, also nach unten, verlaufen. So ist die Oberfläche in Tragerichtung glatt. Shirts, Pullover und Jacken, die über dem Hosenbund liegen, gleiten dadurch besser über den Cord und werden beim Bewegen weniger nach oben geschoben.

Welche Nadel brauche ich – und was tun, wenn die Maschine an dicken Stellen stockt?

Für Denim und schweren Cord nimmst du eine Jeansnadel in passender Stärke; je dicker der Stoff, desto stärker die Nadel. An dicken Stellen hilft, die Nahtzugaben vorher flach zu bügeln oder abgestuft zurückzuschneiden und mit dem Handrad langsam über die Stelle zu kurbeln. Ein Höhenausgleich hinter dem Nähfuss verhindert, dass der Fuss kippt und die Maschine Leerstiche oder Schlaufen macht.

Wie bügle ich Cord, ohne den Flor flachzudrücken?

Lege den Cord mit der rechten Stoffseite nach unten auf eine weiche Unterlage, zum Beispiel auf ein dickes Handtuch oder ein Reststück Cord mit dem Flor nach oben. Bügle möglichst von links und mit wenig Druck. Setze das Bügeleisen jeweils nur kurz auf, statt es über den Stoff zu schieben. Richte Temperatur und Dampf nach den Pflegeangaben auf der Produktseite; Cord mit Elasthan verträgt weniger Hitze. Teste die Einstellung zuerst an einem Reststück.

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