Funktionsstoffe / Badelycra

Badelycra, Softshell und Funktionsstoffe für Bademode, Sport und Regenbekleidung. Badelycra dehnt sich in alle Richtungen, nicht nur quer wie Jersey.

Sie ist ausserdem deutlich chlor- und salzwasserbeständiger als normale Maschenware – bei richtiger Pflege hält sie ihre Form über viele Bäder.

Softshell ist mehrlagig aufgebaut – eine robuste, mittelschwere Aussenlage, meist mit einer winddichten Membran und einer weichen, wärmenden Innenseite – und dadurch elastisch, wind- und wasserabweisend zugleich. Funktionsstoffe für Regenbekleidung sind zusätzlich beschichtet oder laminiert; wie wasserdicht sie im Detail sind, steht auf der Produktseite. Bei hellen und sehr dünnen Badelycra-Qualitäten kann der Stoff nass leicht transparenter wirken als trocken.

Pflege: Nach dem Baden in Chlor- oder Salzwasser möglichst bald von Hand oder im Schongang mit klarem Wasser auswaschen, das verlängert die Elastizität spürbar. Nicht in den Trockner, direkte Sonne und Hitze schwächen das Elasthan über die Zeit.

Verarbeitung: Für Badelycra eine Stretch- oder Jerseynadel mit feiner Kugelspitze verwenden, die Naht mit der Overlock oder einem elastischen Stich nähen, damit sie beim Anziehen nicht reisst. Bei Softshell und beschichteten Regenstoffen keine Stecknadeln in den Beschichtungsbereich stechen – das hinterlässt kleine Löcher, die Wasser durchlassen; besser mit Klammern oder Klebeband fixieren.

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Häufige Fragen

Welche Nadel und welchen Stich brauche ich für Badelycra?

Für Badelycra nimmst du am besten eine Stretchnadel, ersatzweise eine Jerseynadel – beide verdrängen die Maschen, statt den Faden zu durchstechen. Wenn du keine Overlock hast, näh mit einem schmalen Zickzack oder einem elastischen Stich, damit die Naht beim Dehnen mitgeht. Nimm Polyestergarn: Baumwollgarn gibt kaum nach und leidet in Chlorwasser zusätzlich. Für Säume und Beinausschnitte ist eine Zwillingsnadel oder ein Coverstich in der Regel die haltbarste Lösung.

Muss ich einen Badeanzug zusätzlich füttern?

Ein Futter ist nicht zwingend, bei hellen Farben aber meist sinnvoll, weil nasser Stoff sonst durchscheinen kann. Dafür nimmst du in der Regel ein spezielles Badefutter oder einen zweiten Zuschnitt aus dem gleichen Stoff. Oft reicht es, Vorderteil und Schritt zu füttern, das genügt bei den meisten Schnitten.

Wird Softshell an den Nahtstellen undicht, und darf ich Stecknadeln benutzen?

Jeder Nadelstich ist ein Loch, deshalb ist genähtes Softshell meist wasserabweisend, aber nicht wirklich dicht. Steck nur innerhalb der Nahtzugabe oder arbeite mit Stoffklammern, dann bleiben in der Fläche keine sichtbaren Löcher. Dichter wird es nur mit Nahtband, und das hält auch nur auf Qualitäten mit passender Beschichtung oder Membran. Welche Ausrüstung ein Stoff mitbringt und wie er gepflegt wird, steht auf der Produktseite – Weichspüler schwächt die Wasserabweisung bei den meisten Ausrüstungen.

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